Kompositbogenexperiment

Sättel, Zaumzeug, Reiterbogen, Kompositbogenbau, usw.
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Elbenberger
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Kompositbogenexperiment

Beitrag von Elbenberger » 08.03.2018, 11:35

Hallo Sehnenklopfer und Hornschaber ! Bei mir haben sich Seitenwände von Wasserbüffelhorn angesammelt und ich versuche es einfach mal.
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P1010624.JPG
Holz Und Horn jeweils 5X mit immer dicker werdenden Leim eingepinselt.
P1010618.JPG
In Form gefönt
P1010632.JPG
Der erste Hornstreifen Mit meinem selbst hergestellten Hausenblasenleim aufgeleimt.Der bumerang ist das Ausgangsmaterial.
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Arcito
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Re: Kompositbogenexperiment

Beitrag von Arcito » 08.03.2018, 16:43

sehr interessant dein Vorhaben!
Ich habe zwei Wasserbüffelhornstreifen von der Innenseite der Hörner, die ich noch verbauen will. Mit den Seitenwänden hat Chirion schon mal experimentiert:

http://www.fletchers-corner.de/viewtopi ... 14&t=20939

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Hieronymus
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Re: Kompositbogenexperiment

Beitrag von Hieronymus » 08.03.2018, 17:18

Ich bin gespannt... meine Seitenwände wären für so ein Projekt nicht zu gebrauchen. Ich drück dir alle Daumen und lese mit ;)

Gruß Markus
«Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, daß das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes.»
Salvador Dalí

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Re: Kompositbogenexperiment

Beitrag von LemanRuss » 08.03.2018, 21:51

Bin sehr gespannt was dabei rauskommt!
LG André
Nur weil viele etwas falsches tun, ist es noch lange nicht richtig!

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Elbenberger
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Re: Kompositbogenexperiment

Beitrag von Elbenberger » 11.03.2018, 12:05

Horn ist drauf und alles halbwegs gerade.
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P1000931.JPG
Nicht ganz Bio.
P1000928.JPG
P1000929.JPG
Diese weniger und ein wenig zu warm geworden.
P1000930.JPG
Die ist gut.
P1000925.JPG
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Sateless
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Re: Kompositbogenexperiment

Beitrag von Sateless » 11.03.2018, 13:05

Nicht bio, aber eine echt schöne Idee!
Ich schreibe ohne Autokorrektur lesenswerter. Du etwa auch?
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stefan kaletsch
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Re: Kompositbogenexperiment

Beitrag von stefan kaletsch » 11.03.2018, 22:00

...jep, die Idee ist cool! Aber sag mal, dieser Bumerang als Ausgangsmaterial, hast Du da jetzt einen Streifen von der schon angeschnittenen Seite genommen oder ihn in der Draufsicht genommen und dann seitlich gerade gebogen? Wenn ersteres zutrifft, wie ich vermute, was hast Du denn da für Hörner, sind die von Dick ? Und so dick? Mach doch mal ein Bild von einem ganzen Horn! Seitlich gerade biegen kann ja wg. Memory- Effekt eigentlich nicht gehen...
Ansonsten sieht der Bogen toll und äußerst vielversprechend aus...

Gruß Stefan

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Re: Kompositbogenexperiment

Beitrag von Elbenberger » 12.03.2018, 10:24

Stefan : Das mit dem Memory-Effekt waren auch meine Befürchtungen aber die Teile liegen schon über ein Jahr und sind nicht zurück gekrochen. Zur Herstellung :Ich habe die Seitenwände auf gleichmässige Dicke und Breite gebracht ,die Kanten angefast und ein Ende mit mehreren Schraubzwingen fixiert. Dann mit der Hlp. erhitzt und gebogen.Das Horn verwindet sich dabei, also immer gleich eine Schraubzwinge setzen um es unten zu halten. Zum Schluss das Filet hrausarbeiten. Ich hoffe es ist verständlich. M.f.G. Gerd
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P1000939.JPG
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Re: Kompositbogenexperiment

Beitrag von stefan kaletsch » 12.03.2018, 19:34

...äh, verständlich? Na klar, ich sehe ja, Du leimst gerade Deinen Lederstuhl! Nein Quatsch, Deine Beschreibung ist gut ,nur auf dem Bild sieht man kaum was vom Horn. Auf Deinem Bumerang- Bild sieht es garnicht so aus, als ob das Stück für die Länge des fertigen Streifen daneben ausreichen würde, aber das kann die Perspektive sein. Was für Abmaße haben denn die fertigen Streifen und sind die Rillen passend zum Holzkern oder nur für die Leimhaftung?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich das gerichtete Horn wieder zurückbiegen würde, wenn Du es vor dem Verleimen auf die gleiche Temperatur wie beim Richten bringen würdest. Es kann sogar sein, dass der fertige Bogen nicht mit zu großer Wärme nachgetillert werden darf, vielleicht würde das Horn dann die WA verziehen!

PS: Horn von Dick? Gruß Stefan

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Re: Kompositbogenexperiment

Beitrag von Elbenberger » 12.03.2018, 20:16

Fertige Streifem: 460 X 26,5 X3,8 Millimeter. Horn ist von Dick .Die Rillen sind mit einem Sägeblatt reingekratzt und nur zur besseren Haftung.Das Horn auf dem letztem Foto ist zur Veranschalichung und nur 20 cm lang. Die Arme sehr symetrisch in Dicke und Breite und ich hoffe ohne Hitze beim tillern auszukommen. Wie geschrieben nur ein Experiment,hab zuviel von den Seitenwänden rumliegen.
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Re: Kompositbogenexperiment

Beitrag von stefan kaletsch » 12.03.2018, 20:44

2004-02-21 22.14.54.jpg


Elbenberger hat geschrieben:Fertige Streifem: 460 X 26,5 X3,8 Millimeter


Oha, bist Du Metaller? Ich überlege auch immer, was ich mit dem Resthorn veranstalten kann...

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Re: Kompositbogenexperiment

Beitrag von Elbenberger » 14.03.2018, 18:48

Stefan gut erkannt den Metaller. Der Tisch gefällt mir aber ich würde die Beine anders verwenden ;D. Zum Projekt :
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P1000946.JPG
Der Kringel ist das Wurfarmmaterial :Eibensplintholz
P1000945.JPG
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Re: Kompositbogenexperiment

Beitrag von Snake-Jo » 14.03.2018, 19:00

@Elbenberger: Respekt! Einfach mal so eben einen Komposit gebaut. Bin gespannt, wie es weiter geht. :)

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Re: Kompositbogenexperiment

Beitrag von Elbenberger » 14.03.2018, 19:45

Danke Jo aber so einfach war das nicht .
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P1040727.JPG
Bis auf den Eibenbogen und den roten sind alle über den Jordan
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Re: Kompositbogenexperiment

Beitrag von stefan kaletsch » 14.03.2018, 20:12

Wow, eine schöne Strecke ! Sind das Fotos " von früher", als sie noch lebten, oder lassen sie sich immer noch spannen?

Ich fürchte, mein Kompo- Friedhof ist noch größer. Nimmst Du die alten Hornstreifen nochmal, wenn sie nicht zerbrochen sind? Ich mag Deine Wickeltechniken, auf den koreanischen you tube Bogenbaufilmen lernt man die archaischen Methoden zu schätzen.
PS:
Die Tischbeine sind alle ohne den wichtigsten Teil, also nur Reste. Mit dem Metaller war nicht nicht so schwer!

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