Seit knapp einem Jahr versuche ich mich am Bogenbau. Habe 2 Bogenbauseminare mitgemacht (2 Hickory Langbögen). Nach einigen Haselbogen habe ich dann einige Hickorybögen mit und ohne Bambusrücken gebaut, die teils auch recht gut werfen.
Mein letzter Bogen, den ich hier vorstellen möchte, ist ein Zebranobogen mit Bambusrücken (ich liebe Bambus). In der Literatur, ist mir Zebrano nur als Griffmaterial oder als Furnier für den Bogenbau bekannt. In der TBB 4 ist Zebrano nur kurz als mögliches Bauholz (ähnlich Ahorn) erwähnt.
Da ich die Eigenschaften des Holzes nicht kenne, hatte ich mir vorgenommen den Bogen mit einem geringen Zuggewicht zu bauen. Ich habe also ein Brett (ca. 80cm x 25cm x 5cm) mit annähernd liegenden Jahresringen gekauft, in passende Streifen gesägt, und dann festgestellt das sich das Holz beim Biegetest seitlich verwindet. Ob dieser Drehwuchs typisch für Zebrano ist wäre interessant zu wissen.
Daten zum Bogen:
Zebrano mit Bambusbacking
Zuggewicht bei 28“ / 26#
Gewicht 400gr
Breite an der Nocke 12mm
Größte Breite nahe am Griff 33mm
Sehne 10 Stränge Dacron 50
Kurze Baubeschreibung:
Habe zwei passende Leisten mit einem V-Spleiß zusammengefügt.


Darauf wurde eine Griffleiste aufgeleimt.

Nach dem Herausarbeiten des Rohlings wurde der Bambusrücken aufgeleimt (ca. 5mm am Griffteil bis zu den Nocken abnehmend auf ca. 3 mm).
Das tillern gestaltete sich etwas heikel wegen des Drehwuchses.
Vorläufiges Endergebnis:





Bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden.
Ich denke bei gutem Design ist ein höheres Zuggewicht durchaus realisierbar.
Hat jemand Erfahrung mit Zebrano ?
Gruß
Omega


