Ich war die letzten Tage fleißig und habe in fast ackerschem Tempo einen Eibenbogen aus einem Ast mit ca. 50mm Durchmesser gebaut.
Der Bogen zieht laut Extrapolation aus bei niedrigeren Auszügen gemessenen Gewicht so 91# bis 92# bei 31" Auszug. Der Bogen mißt 188cm zwischen den Nocken, hat im Griff einen Durchmesser ungefähr 35mm, in der Wurfarmmitte kommt er auf etwa 31x27mm^2. Nein, das ist kein Tipp- oder Meßfehler. Der Bogen wiegt - ebenfalls kein Tipp- oder Meßfehler - 1000 Gramm. Als ich den Bogen mit damals noch 200cm zwischen den Nocken mit der langen Sehne auf den Tillerbaum gebracht habe, bin ich davon ausgegangen, daß ich mich ordentlich reinhängen müssen werde, um den bei den Maßen zu biegen. Tja, nichts da. Ich dachte, ich wäre im falschen Film. Der Bogen lies sich relativ leicht biegen und der Tiller sah auch schon ganz brauchbar aus, siehe folgendes Bild
Nach dem ich einen ordentlichen Tiller erreicht hatte ergab eine Berechnung des Zuggewichts 76.5#@31". Ich hätte bei dem Gewicht und Dimensionen eher mit fast dem doppelten Zuggewicht gerechnet. Naja, was soll's, ich zieh im Moment eh nicht mehr als die 90#, also hab ich weitergemacht.
Der ungespannte Bogen:
Aufgespannt:
Die Nocken:
Der Tiller:
Der linke (untere) Wurfarm biegt etwas kreisförmiger, weil der griffnahe Bereich noch zu dick ist. Ich kann damit leben.
Ich, wie ich mich nach dem Mittagessen plage:
Insgesamt gefällt mir der Bogen sehr gut, leider wiegt er recht viel. Ich werde aus meinem Eibenvorrat einen schönen Stave aus dem Stamm suchen und dann mit diesem Bogen vergleichen. Der Unterschied wird drastisch sein. Wer den thread zu meiner splintlastigen Eibe auf PA gesehen hat, kann da schon den krassen Unterschied sehen.
Gruß,
Daniel


