Möllegabet
Re: Möllegabet
Ah, der wöchentliche Irrtum: Nein, das ist ein Möllegabet.
Tröste dich: Der Fehler ist älter als das Forum. Den hat mal jemend in die Welt gesetzt und seit dem plappern es alle nach.
DAS http://images.yuku.com/image/jpeg/46036 ... c656ae.jpg
ist ein bzw. der Holmi
Tröste dich: Der Fehler ist älter als das Forum. Den hat mal jemend in die Welt gesetzt und seit dem plappern es alle nach.
DAS http://images.yuku.com/image/jpeg/46036 ... c656ae.jpg
ist ein bzw. der Holmi
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
Re: Möllegabet
Ok, das heißt, ich muss die einfach nur die Bilder in meinem Kopf vertauschen. =)
Wieder was gelernt, danke schön. =)
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Re: Möllegabet
Ist schon klar aber weiter vorne hast ja geschrieben 1:1 nähert und ich mit meine Bogenbaukünste sowas nicht einmal vorstellen kann! Geschweige zu realisieren! Aber Du bestimmt! Die Bilder würde ich auch gerne sehen!Snake-Jo hat geschrieben: @nemrod: Mmmh, nach Adam Riese und Eva Zwerg wäre 1:1 eigentlich 40 zu 40 (z.B.).
Ja ist mir klar! Um ehrlich zu sein Osage, Eibe reizt mich noch gar nicht: ich könnte die Leistung was in diesem Hölzer steckt noch so wie so nicht rauskitzeln!Squid hat geschrieben: @Nemrod: Trotzdem hat Esche ihre Grenzen. Das mit den Quali-Schwankungen stimmt, macht aber trotzdem kein Top-Osage draus.
Die Definition war ein fehlverstandener Witz... ich glaube, bei einem 180 cm Bogen mit 20 cm Griff und je 40 cm Nadeln und Wurfbereich kommt nichts Gutes raus...![]()
Den Vorschlag habe ich e nicht ganz ernst genommen, um ehrlich zu sein kann ich mir es gar nicht vorstellen das so was funktionieren kann! Aber Jo kann es bestimmt!
@goasbeda: Danke für die Bilder!! Sind sehr hilfreich!
@mace: wie Squid schon schrieb: scheint ein weit verbreitet Irrtum zu sein. Wurde hier http://www.fletchers-corner.de/index.php?topic=11009.0 und hier http://www.fletchers-corner.de/http://w ... 85#p228285 (ist übrigens schon weit nach unten gerutscht - kann jemand das oben festnageln?) auch schon diskutiert. Gibst in Google Möllegabet ein kommt fast gar nichts, probierst mit Holmegaard da kommen die Möllis nur so da her. Wie ich es verstanden habe ist ein Holmegaard sowas wie eine pyramidal Bogen ohne oder kaum wahrnehmbare (ich sehe wenigstens keine!) Schulten dafür aber mit starkem Rückenwölbung (wurden aus dünne Stämme gebaut)! Ein Möllegabet ist dafür breit, flach, mit stark ausgeprägten Schultern. Vermutlich zumindest - wurde ja nur ein Wurfamfregment gefunden! Vielleicht ist das gar kein Bogen sondern ein verschnitzte Kinderpaddel oder so?!
Ich werde es mal so angehen:
Gesamtlänge: 180 cm
NN: ca 175 - 178 cm
Länge Hebel: 30 cm
Länge Griff (inkl. fade out): 20 cm
Breite Wurfarme: 6 auf 5 cm
Backing: keine geplant (aber event. Rohhaut)
rückwärts gespannt tempern
Unsicherheitsfaktor: wenig praktische Erfahrung, noch nie diese Form gebaut,
Backing auch noch nie gemacht, und noch nie getempert (na je nur ein paar Wurfarme zu recht gerückt! Also wird schon schiefgehen!
Und wenn es in die Hose geht?? Dann gelingt eben der nächste!!
Re: Möllegabet
Versuch macht kluch..nemrod hat geschrieben: Backing auch noch nie gemacht, und noch nie getempert (na je nur ein paar Wurfarme zu recht gerückt! Also wird schon schiefgehen!![]()
![]()
- Wennst nen schönen dicken Rückenring hast, brauchts auch wahrscheinlich gar kein Backing.
- Das Tempern ist keine Kunst. Leg den Bogen mit dem Rücken auf einen Balken, ein Klötzchen mit 5-6 cm unter den Griff und spanne die Enden mit Zwingen nieder. (Gefühl!!)
Dann mit der Heissluftpistole die Bauchseite der Wurfame schön gleichmäßig "rösten". Hab schon welche gesehen, die habens gemacht bis die WA dunkelbraun waren, na ja....
Ich hab lediglich getempert bis die WA gaaaanz leich anfingen Farbe anzunehmen (zuerst am Frühholz), mehr nicht. Bei der abschließenden Behandlung mit Stahlwolle und Lackierung war die
Braunfärbung fast wieder völlig verschwunden.
Beim Eschentempern riechts ganz lecker nach Plätzchenbacken in der Werkstatt!!
Gruß..
Re: Möllegabet
@goasbeda: Danke für den Tipp!
Theoretisch weiß ich wie es geht (genau wie Sehnen/Rohhaut/Leinen/Seide usw. Backing, Recurve biegen (mit trockene Hitze oder Dampf), tempern usw! Ich trau es mal behaupten- ich habe eine recht "umfangreiche" (Erst der Wissende erkennt wie wenig er wirklich weiß!
) abgelesene Wissen in punkto Bogenbau aber eben nur angelesen! Der Praxis fehlt! Und deswegen lasse ich mich hier gerne von Leute belehren die den Praxis auch haben! Bin also für jeden Tipp dankbar!
Theoretisch weiß ich wie es geht (genau wie Sehnen/Rohhaut/Leinen/Seide usw. Backing, Recurve biegen (mit trockene Hitze oder Dampf), tempern usw! Ich trau es mal behaupten- ich habe eine recht "umfangreiche" (Erst der Wissende erkennt wie wenig er wirklich weiß!
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Re: Möllegabet
o.k. das ist nun kein Mölle, aber ein Needle-Tipp, wobei ich mich etwas vertan habe: Die Nadel ist noch länger, als gedacht: 450 mm gegen 320 mm biegender Bereich. Wobei sich die Nadel leicht mitbiegt (was M.E. schwieriger zu bauen ist).

Needle-Tipp-Bow, Robinie, Selfbow im Griff gespleist, 45 lb, 180 cm lang.
Wenn man mal die Suchfunktion bemüht, erhält man doch eine ganze Reihe von Treffern zu Needle-Tipps, auch dieser Kommentar von mir aus 2003:
http://www.fletchers-corner.de/index.php?topic=1634.0

Needle-Tipp-Bow, Robinie, Selfbow im Griff gespleist, 45 lb, 180 cm lang.
Wenn man mal die Suchfunktion bemüht, erhält man doch eine ganze Reihe von Treffern zu Needle-Tipps, auch dieser Kommentar von mir aus 2003:
http://www.fletchers-corner.de/index.php?topic=1634.0
Zuletzt geändert von Snake-Jo am 25.06.2010, 15:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Möllegabet
WAHNSINN!!!
Ich hätte nicht gedacht das man aus so einem kleinen Biegebereich noch genügend "Biegung" für einen normalen Auszug rausbekommen kann.
Aus welchem Grund genau ist das kein Mölle?
Von der Form her passt es doch, oder nicht? *verwirrt*
Ich hätte nicht gedacht das man aus so einem kleinen Biegebereich noch genügend "Biegung" für einen normalen Auszug rausbekommen kann.
Aus welchem Grund genau ist das kein Mölle?
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Re: Möllegabet
In der Regel bezieht sich ein Name oder Begriff bei diesen Bögen auf einen einzigen Fund. Damit ist dann also nur dieser eine Bogen gemeint und ist definiert in Länge, Breite, Stärke, Holz etc.Galighenna hat geschrieben: Aus welchem Grund genau ist das kein Mölle?
Eine Möllegabet-Nachbau muss diese Vorgaben erfüllen. Wenn man nun leicht von den Vorgaben abweicht, dann hat man einen "typähnlichen " Bogen gebaut.
Mein Bogen weicht im Holz (Robinie), in der Länge und Breite der Nadel, sowie auch in den anderen Abmessungen derart ab, dass es gerechtfertigt ist, diesen Typus anders zu benennen. Wir hatten uns auf "Needle-Tipp-Bow" geeinigt. Und da der "Needle-Tipp" nicht als Original vorliegt, ist damit eine ganze Gruppe gemeint. Hier sind also größere Abweichungen kein Problem, denn: Abweichungen wovon? Es gibt kein Vorbild. Beim Mölle aber sehr wohl.
@Nemrod: Ich ziehe bis 28". Der Bogen hatte immer wieder kleinere Wehwehchen (Risse, Knitterfalten), die ich aber ausbessern konnte. Immerhin habe ich den Bogen auf mehreren Turnieren geschossen und er lebt noch immer.
Ein Wurfarm muss irgendwann mal ausgetauscht werden, was aber leicht machbar ist. Der andere dagegen zeigt keine Ermüdungserscheinungen, also alles eine Frage des Holzes.
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Re: Möllegabet
Ah OK
Dann versteh ich nun...
Danke Jo
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Re: Möllegabet
Ansonsten: Es ist weder der stille Wahnsinn noch der offene so einen Bogen zu bauen, es ist einfach pure Physik. Betrachtet doch einma den Graphen:
Rechte Seite: der normale LB mit starren Enden liegt auf einer Ellipse (schwarze Linien), der rote Needle-Tipp hat eine elliptische Biegung nahe Griff, nur minimal stärker. Verlängert man diese Biegung mit einem langen Hebel erreicht man problemlos den gleichen Auszug, nur eben mit einem längeren Bogen. Wenn man dann noch breit baut, kein Problem.
Fazit: ausprobieren und sich nicht ins Bockshorn jagen lassen vom alten Jo.
Weiterhin: Die Biegung im Holz ist also kein Problem. Ein Problem ist die lange Nadel, die beim Selfbow leicht zur Seite abweichen kann.
Dann noch der Übergang zur Nadel, bei dem es leicht zu Rissen längs der Faser kommt.
Rechte Seite: der normale LB mit starren Enden liegt auf einer Ellipse (schwarze Linien), der rote Needle-Tipp hat eine elliptische Biegung nahe Griff, nur minimal stärker. Verlängert man diese Biegung mit einem langen Hebel erreicht man problemlos den gleichen Auszug, nur eben mit einem längeren Bogen. Wenn man dann noch breit baut, kein Problem.
Fazit: ausprobieren und sich nicht ins Bockshorn jagen lassen vom alten Jo.
Weiterhin: Die Biegung im Holz ist also kein Problem. Ein Problem ist die lange Nadel, die beim Selfbow leicht zur Seite abweichen kann.
Dann noch der Übergang zur Nadel, bei dem es leicht zu Rissen längs der Faser kommt.
Zuletzt geändert von Snake-Jo am 25.06.2010, 16:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Möllegabet
Hey Jo
Super Zeichnung. Da hast du wohl recht. Klar durch die leicht längeren WA wird die Biegung im arbeitenden Bereich kaum größer. Der Hebel machts halt.
Ich sammle gerade so ein bischen Inspiration, was ich auf dem Treffen wohl bauen könnte. Son Möllegabet ist bestimmt ein Kandidat. Esche hab ich noch da ( Die muss ich dann erstmal auf Maß bringen, das sie ins Auto passt
)
Vielleicht bring ich auch meine Eberesche mit und baue nen ELB...
Fragen über Fragen... *grübel grübel*
Super Zeichnung. Da hast du wohl recht. Klar durch die leicht längeren WA wird die Biegung im arbeitenden Bereich kaum größer. Der Hebel machts halt.
Ich sammle gerade so ein bischen Inspiration, was ich auf dem Treffen wohl bauen könnte. Son Möllegabet ist bestimmt ein Kandidat. Esche hab ich noch da ( Die muss ich dann erstmal auf Maß bringen, das sie ins Auto passt
Vielleicht bring ich auch meine Eberesche mit und baue nen ELB...
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Re: Möllegabet
Hi Snake,
derartige Versuche mag ich sehr, führen sie das Holz doch an ihre Grenzen. Da scheinst Du glücklicherweise eine gute Esche erwischt zu haben... bei diesem Holz weiss man ja nie.
Eine paar Daten wären noch ganz schön, wie Gewicht, Querschnitt, Tiefe, Wurfleistung, Handschock.... Insgesamt ein sehr spannendes Design, hätte vielleicht mal Lust es aus Hickory nachzubauen, da hätte ich den Eschestress nicht.... und die Needles gehen schön schmal...
Hat Charme, was Du gemacht hast... Infos wären schön !
derartige Versuche mag ich sehr, führen sie das Holz doch an ihre Grenzen. Da scheinst Du glücklicherweise eine gute Esche erwischt zu haben... bei diesem Holz weiss man ja nie.
Eine paar Daten wären noch ganz schön, wie Gewicht, Querschnitt, Tiefe, Wurfleistung, Handschock.... Insgesamt ein sehr spannendes Design, hätte vielleicht mal Lust es aus Hickory nachzubauen, da hätte ich den Eschestress nicht.... und die Needles gehen schön schmal...
Hat Charme, was Du gemacht hast... Infos wären schön !
Re: Möllegabet
@Robinwood: Robinie!! Snake Jo´s Needle Tip Bow ist aus Robinie und nicht aus Esche!! (aus Esche möchte ich mein Möllegabet typähnlichen
- Recht so Jo? - Bogen bauen! Und um so erstaunlicher das der Bogen noch lebt! Man liest überall das Robinie mit Druck nicht besonders gut zu Recht kommt! Aber wenn man die Skizze anschaut kommt es einem irgendwie plausiebel vor.