wg. Tillern: Du beginnst ohne Standhöhe, also Tillerschnur = Abstand Sehnenkerben, ziehst den Bogen ein Stück aus, maximal bis Standhöhe, und kontrollierst / korrigierst die Biegung.
Ist sie so weit gut, ziehst Du bis zur nächsten Kerbe (bei Methode 2 (M2) nun schon 1. mal Zuggewicht messen!), kontrollierst / korrigierst die Biegung (und ggf. das Zuggewicht bei M2).
Bei ca. 1/3 Auszug angekommen verkürzt Du die Tillerschnur, so dass er nun etwas, ca. 5 cm Standhöhe bekommt. (M2: wieder Zuggewicht messen, ggf. korrigieren!) Dann...:
Tiller (und Zuggewicht) noch mal beim bisherigen Auszug kontrollieren (Schnur is ja kürzer!) dann weiter zur nächsten Kerbe, wieder Tiller checken (und M2: Zuggewicht), u.s.w.
Bei 1/2 Auszug wieder Schnur verkürzen auf 10 cm Standhöhe etc., etc...
Wg. Nocken:
Auf schwachen Bogen oder zähen, dichten, schweren Hölzern braucht man keine Hornnocken. Auf starken und/oder leichten, splitterigen Bogen stören sie nicht.
Spannkerben MUSS man nicht machen, dann muss man eben anders spannen. Will man das Maximum aus einem Bogen rausholen (z.B. für's Flight-Schießen!), geht's nicht anders. Im "Normalfall" aber überwiegt der Vorteil (sicheres Spannen, höhere Lebensdauer) den Nachteil des Mehrgewichts.
Beispiele für Spannkerben:

Um eine Spannschnur mit "Taschen" verwenden zu können, muss das Holz am Ende nur ca 1,5 - 2 cm überstehen.
Den Überstand könnte man sogar noch dünner und spitz-zulaufend machen, (er wird ja nur vergleichsweise gering belastet), aber er fällt auch so kaum in's Gewicht.
Rabe
