Pfeilbau ala Djog
Pfeilbau ala Djog
Hallo,
freut mich, dass Euch meine Pfeile gefallen. Die meisten Sachen sind hier so oder so ähnlich schon oft vorgestellt worden.
Es ist also nicht unbedingt neu, nur das man eben seine eigenen Ideen mit einbringt.
Hier ist meine Schaftfräse, mit eigenen Mittel nachgebaut, aus dem Buch " Bogenschiessen Ausrüstung und Zubehör
selbst gemacht ".
Als untere Grundplatte und Führung habe ich ein dicke Allu- Schiene genommen. In dieser Führung wird ein Hartholzklotz
auf dem eine Bohrmaschine befestigt ist, als Vorschub einfach in Richtung Fräser geschoben. Die Führung in der der Schaft am Fräskopf vorbeigeführt wird, habe ich aus Allu gebaut. Die erste Führung habe ich aus Holz gefertigt und kann jetzt sagen, Allu geht (gleitet) besser. Hinten wird der fertige Schaft in einem Kupferrohr aus der Klempnerabteilung geführt. geht gleich weiter.
freut mich, dass Euch meine Pfeile gefallen. Die meisten Sachen sind hier so oder so ähnlich schon oft vorgestellt worden.
Es ist also nicht unbedingt neu, nur das man eben seine eigenen Ideen mit einbringt.
Hier ist meine Schaftfräse, mit eigenen Mittel nachgebaut, aus dem Buch " Bogenschiessen Ausrüstung und Zubehör
selbst gemacht ".
Als untere Grundplatte und Führung habe ich ein dicke Allu- Schiene genommen. In dieser Führung wird ein Hartholzklotz
auf dem eine Bohrmaschine befestigt ist, als Vorschub einfach in Richtung Fräser geschoben. Die Führung in der der Schaft am Fräskopf vorbeigeführt wird, habe ich aus Allu gebaut. Die erste Führung habe ich aus Holz gefertigt und kann jetzt sagen, Allu geht (gleitet) besser. Hinten wird der fertige Schaft in einem Kupferrohr aus der Klempnerabteilung geführt. geht gleich weiter.
Re: Pfeilpräsentationen 2
Weiter,
nachdem der Schaft gefräst ist, wird mit diesem einfachen Schleifklotz nachgeschliffen. Aus meiner Erfahrung, kann man mit Holz aus dem Baumarkt gute Schäfte herstellen. In der Holzabteilung findet man
Kanthölzer in 1m Länge und allen möglichen Kantenlängen (von 10x10 bis 50x50). Wenn man gut aussucht, hat man
später einen Spine-Wert der nicht weiter streut als bei gekauften Schäften . Der Faserverlauf ist bei meinen
dann auch sehr gut. Geht gleich weiter.
nachdem der Schaft gefräst ist, wird mit diesem einfachen Schleifklotz nachgeschliffen. Aus meiner Erfahrung, kann man mit Holz aus dem Baumarkt gute Schäfte herstellen. In der Holzabteilung findet man
Kanthölzer in 1m Länge und allen möglichen Kantenlängen (von 10x10 bis 50x50). Wenn man gut aussucht, hat man
später einen Spine-Wert der nicht weiter streut als bei gekauften Schäften . Der Faserverlauf ist bei meinen
dann auch sehr gut. Geht gleich weiter.
Re: Pfeilpräsentationen 2
Die Vorschäfte und die Nockverstärkung mache ich aus Massaranduba.
Zum sägen der Vorschäfte, habe ich mir eine Einfache Vorrichtung gebaut. Sie besteht aus einem alten Kühlkörper,
der zwischen den Rippen genau 10mm Abstand hat. Hier habe ich ein Loch für die Stichsäge gebohrt, welche ich
unter den Kühlkörper geschraubt habe. Hinten noch einen Anschlag, damit alle Schnitte gleich lang sind.
Die Rohlinge aus Massa säge ich auf 10x10x200mm . Geht gleich weiter.
Zum sägen der Vorschäfte, habe ich mir eine Einfache Vorrichtung gebaut. Sie besteht aus einem alten Kühlkörper,
der zwischen den Rippen genau 10mm Abstand hat. Hier habe ich ein Loch für die Stichsäge gebohrt, welche ich
unter den Kühlkörper geschraubt habe. Hinten noch einen Anschlag, damit alle Schnitte gleich lang sind.
Die Rohlinge aus Massa säge ich auf 10x10x200mm . Geht gleich weiter.
Re: Pfeilpräsentationen 2
Jetzt kommen die vier Einfräsungen in den Schaft. Hier habe ich mir auch wieder ein Hilfsmittel gebaut.
Der Hartholzklotz in der Mitte ist 160mm lang, wovon 110mm für die Ausfräsung sind. Die Bohrung (bei mir 8,6mm)
ist auf die 160mm länge um 7mm aus der Mitte (habe ich auf einer Ständerbohrmaschine gemacht).
Das Mittelstück ist zwischen zwei Kanthölzer geschraubt. Weiter hinten ist noch eine Lagerung eingesetzt, mit der auch die verdrehung um 90° gemacht wird.
Hier habe ich eine PG-Verschraubung in eine große U-Scheibe geklebt, welsche vier Bohrungen hat die um 90°
versetzt sind. So wird für jede Drehung die obere Schraube ( hinten ein Flügelmutter ) raus gezogen und Schaft
mit Halterung gedreht. Die PG-Verschraubung hält den Schaft sehr gut fest, so dass mir beim fräsen noch nie einer
verschoben ist. Die Allu-Leiste an der die Oberfräse geführt wird sollte verstellbar angebracht werden, damit man sie
zur Ausfräsung richtig ausrichten kann. Der Rest kommt Morgen.
Djog
ist auf die 160mm länge um 7mm aus der Mitte (habe ich auf einer Ständerbohrmaschine gemacht).
Das Mittelstück ist zwischen zwei Kanthölzer geschraubt. Weiter hinten ist noch eine Lagerung eingesetzt, mit der auch die verdrehung um 90° gemacht wird.
Hier habe ich eine PG-Verschraubung in eine große U-Scheibe geklebt, welsche vier Bohrungen hat die um 90°
versetzt sind. So wird für jede Drehung die obere Schraube ( hinten ein Flügelmutter ) raus gezogen und Schaft
mit Halterung gedreht. Die PG-Verschraubung hält den Schaft sehr gut fest, so dass mir beim fräsen noch nie einer
verschoben ist. Die Allu-Leiste an der die Oberfräse geführt wird sollte verstellbar angebracht werden, damit man sie
zur Ausfräsung richtig ausrichten kann. Der Rest kommt Morgen.
Djog
- klaus1962
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Re: Pfeilpräsentationen 2
@Djog
Danke für die tolle Beschreibung.
Aber bevor Du hier weitermachst, bitte mach einen neuen Thread im Forumsteil "Pfeilbau" auf und kopier das dorthin.
Solche Tips und Bilder wären dort viel hilfreicher, als hier im "Präsentations-Thread".
Vielleicht kann Dir einer der Admins oder Mods dabei helfen.
Gruß
Klaus
PS: kannst Du noch eine Nahaufnahme des Führungsklotzes machen, der ist ja leider durch die Fräse verdeckt.
Danke für die tolle Beschreibung.
Aber bevor Du hier weitermachst, bitte mach einen neuen Thread im Forumsteil "Pfeilbau" auf und kopier das dorthin.
Solche Tips und Bilder wären dort viel hilfreicher, als hier im "Präsentations-Thread".
Vielleicht kann Dir einer der Admins oder Mods dabei helfen.
Gruß
Klaus
PS: kannst Du noch eine Nahaufnahme des Führungsklotzes machen, der ist ja leider durch die Fräse verdeckt.
Re: Pfeilpräsentationen 2
Hätte ich auch selber drauf kommen können. Wie ich das jetzt rüber bekomme weiß ich leider nicht. Vielleicht kann mir
da ein Administrator helfen.
Werde noch einige Bilder oder auch eine Zeichnung vom Fräsbrett machen.
Danke Djog
da ein Administrator helfen.
Werde noch einige Bilder oder auch eine Zeichnung vom Fräsbrett machen.
Danke Djog
Re: Pfeilpräsentationen 2
Die Pfeilhalterung mir 90 Grad Verstellung gefällt mir - die werde ich mir auf alle Fälle kopieren.
:-)
walta
:-)
walta
Re: Pfeilpräsentationen 2
Kann mir einer einen Tipp geben, wie ich meinen Kram hier in" Pfeilbau" bekomme. Möchte den Thread nicht noch mehr
vollmöhlen. Habe noch ein paar Bilder und eine Zeichnung.
Djog
vollmöhlen. Habe noch ein paar Bilder und eine Zeichnung.
Djog
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Re: Pfeilbau ala Djog
Tip..nö hab Dir da mal nen eigenen thread für aufgemacht 
Der junge Mensch lernt, was die Erwachsenen wissen und verlernt was er als Kind gewusst hat.
Re: Pfeilbau ala Djog
Danke Acker, werde beim nähsten mal gleich besser aufpassen.
Dann werde ich auch noch ein Paar Bilder hochladen. Habe mal ne kurze Zeichnung zu meinem Fräsbrett gemacht. Einen Schaft habe ich auch noch einmal eingespannt und gefräst. Eine Seite Vier Seite.
Dann werde ich auch noch ein Paar Bilder hochladen. Habe mal ne kurze Zeichnung zu meinem Fräsbrett gemacht. Einen Schaft habe ich auch noch einmal eingespannt und gefräst. Eine Seite Vier Seite.
Re: Pfeilbau ala Djog
So sieht dann das Ergebnis aus.
Das verleimen mache ich mit Propellerleim, vorher aber gut mit Azeton reinigen, vor allen den Massa-Vorschaft.
Zum verspannen nach dem Leimen nehme ich solche starken Gummiringe (alle aus dem Elektrobau).
Ein paar kleine Sachen habe ich noch, aber die morgen.
Djog
Ein paar kleine Sachen habe ich noch, aber die morgen.
Djog
Re: Pfeilbau ala Djog
So nun noch den Rest.
Nachdem der Vorschaft aufgeleimt ist, kann mit einem kleinen Hobel alles schön rund gemacht werden.
Hier sollte man ein paar Lagen Papier um den Schaft wickeln, da sonst abdrücke vom härteren Vorschaft
im weicheren Holz bleiben. Dann wird der Vorschaft auf Länge gesägt( bei mir 70mm ohne Spleiß)und mit dem zweiteiligen Schleif-
klotz und einer Bohrmaschine bis auf 5/16 runter geschliffen. Die Einlagen der Nockverstärkung säge ich auf einer Kapp- und Gehrungssäge auf 3mm. Die Schlitze für die
Einlagen werden frei hand gesägt. Erst wird mit einer feinen Säge ein 28mm tiefer Schlitz gesägt, welcher
dann mit einer Fliesensäge auf 3mm erweitert wird. Da der Fuß des Schlitzes rund ist (durch die Fliesen-
säge) sollte auch die Einlage abgerundet werden, um einen sauberen Sitz zu bekommen. Sind nach dem Einkleben der Einlage die Überstande abgeschliffen, wird der gesamte Schaft noch einmal
gescliffen und dabei der Spine überprüft. So nun nur noch ein paar Daten:
Material Massa/ Zeder
Länge 30"
Spine 40#
Vorschaft 70mm (ohne Spleiß)
Spitze 70gn (Schraubspitze)
Nockinlay 28mmx3mm
FOC 8,9 (die Spitze kann also noch etwas schwerer werden)
Gruß Djog
Nachdem der Vorschaft aufgeleimt ist, kann mit einem kleinen Hobel alles schön rund gemacht werden.
Hier sollte man ein paar Lagen Papier um den Schaft wickeln, da sonst abdrücke vom härteren Vorschaft
im weicheren Holz bleiben. Dann wird der Vorschaft auf Länge gesägt( bei mir 70mm ohne Spleiß)und mit dem zweiteiligen Schleif-
klotz und einer Bohrmaschine bis auf 5/16 runter geschliffen. Die Einlagen der Nockverstärkung säge ich auf einer Kapp- und Gehrungssäge auf 3mm. Die Schlitze für die
Einlagen werden frei hand gesägt. Erst wird mit einer feinen Säge ein 28mm tiefer Schlitz gesägt, welcher
dann mit einer Fliesensäge auf 3mm erweitert wird. Da der Fuß des Schlitzes rund ist (durch die Fliesen-
säge) sollte auch die Einlage abgerundet werden, um einen sauberen Sitz zu bekommen. Sind nach dem Einkleben der Einlage die Überstande abgeschliffen, wird der gesamte Schaft noch einmal
gescliffen und dabei der Spine überprüft. So nun nur noch ein paar Daten:
Material Massa/ Zeder
Länge 30"
Spine 40#
Vorschaft 70mm (ohne Spleiß)
Spitze 70gn (Schraubspitze)
Nockinlay 28mmx3mm
FOC 8,9 (die Spitze kann also noch etwas schwerer werden)
Gruß Djog
- christian1
- Sr. Member

- Beiträge: 294
- Registriert: 20.01.2009, 12:04
Re: Pfeilbau ala Djog
Hallo Djog!
Super schöne Pfeile, da kann ich mich mit meinen 2fach gespleissten (http://www.fletchers-corner.de/viewtopi ... 13&t=16385) fast verstecken. Mein Nußvorschaft ist leider nicht so hart wie ich gehofft hatte, einer ist mir schon hinter der Spitze gebrochen. Massa ist da sicher besser. Ein Cresting wäre auch noch schön drauf.
Klasse Arbeit
LG
Christian
Super schöne Pfeile, da kann ich mich mit meinen 2fach gespleissten (http://www.fletchers-corner.de/viewtopi ... 13&t=16385) fast verstecken. Mein Nußvorschaft ist leider nicht so hart wie ich gehofft hatte, einer ist mir schon hinter der Spitze gebrochen. Massa ist da sicher besser. Ein Cresting wäre auch noch schön drauf.
Klasse Arbeit
LG
Christian
Re: Pfeilbau ala Djog
Interessanter Spinetester den du da hast. Hast du schon die Spinetabelle vom Klaus gefunden? das wäre etwas genauer.
Ansonsten danke für die Arbeit - das bringt mich jetzt wieder etwas weiter.
walta
Ansonsten danke für die Arbeit - das bringt mich jetzt wieder etwas weiter.
walta
Re: Pfeilbau ala Djog
Hallo,
Christian, ja Massa ist sehr gut geeignet. Habe gestern einen Stein erwischt, was dem Vorschaft nichts anhaben konnte,
nur die Messingspitze hatte sich vorn etwas verformt ( bogen 40# aus ca 30m).
Walta, die Tabelle von Klaus habe ich gefunden. Die hat mich ja erst auf die Idee gebracht, vorher habe ich mit einer
Messuhr gearbeitet. Ich habe die Wippe mit Zeiger angebaut und die Messuhr ein letztes mal ihre Arbeit machen lassen,
um das Übersetzungsverhältnis raus zubekommen (bei mir 1:2,3). Bin nur noch nicht dazu gekommen die Skala anzukleben.
Gruß Djog
Christian, ja Massa ist sehr gut geeignet. Habe gestern einen Stein erwischt, was dem Vorschaft nichts anhaben konnte,
nur die Messingspitze hatte sich vorn etwas verformt ( bogen 40# aus ca 30m).
Walta, die Tabelle von Klaus habe ich gefunden. Die hat mich ja erst auf die Idee gebracht, vorher habe ich mit einer
Messuhr gearbeitet. Ich habe die Wippe mit Zeiger angebaut und die Messuhr ein letztes mal ihre Arbeit machen lassen,
um das Übersetzungsverhältnis raus zubekommen (bei mir 1:2,3). Bin nur noch nicht dazu gekommen die Skala anzukleben.
Gruß Djog